WTF!?? – Heute: Was ist eine Kampa?

Veröffentlicht: 15. August 2011 in Parteizentrale Admiralsstraße 17
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Nachdem mehrere Parteifreunde und Passanten Ihre Unkenntnis über den Begriff und die inhaltliche Definition einer Kampa geäußert haben, soll im Rahmen einer bildungspolitischen Aktion dieser Begriff erläutert werden.

Nachdem die gezeigte Eigeninitiative bei der Begriffsauslegung durch die Anwesenden sich als nicht lösungsorientiert genug erwiesen hatte, ergriff der GröVaZ  das Wort und sorgte für entsprechende Einsichten in das 1×1 der Polit-Begriffe.

Eine Kampa ist ein Instrument der sozialdemokratischen Mitbewerber, welches das Engagement der teilnehmenden Kräfte binden und in eine für die Machtergreifung produktive Richtung lenken soll. „Kampa“ leitet sich demnach von Kampagne ab.

In Anlehnung an Thorsten Markstahler von „Werbespychologie Online“ wurde dazu ein passendes Dossier verfasst:

Die Wahlkampfzentrale „Kampa“

Für die „heiße Wahlkampfphase“ installiert die Partei die Zentrale „Kampa“. Sie dient als Schaltstelle aller Wahlkampfaktionen; die gesamte Koordination verläuft von hieraus. Am 15. August 2011 wurde sie in Berlin von Martin Sonneborn eröffnet. Es muss darauf hingewiesen werden, dass aus strategischen Gründen, bewusst eine zur Parteizentrale separate Institution, geschaffen wurde.

Weshalb entscheiden sich die Verantwortlichen für die Wahlkampfzentrale „Kampa“? Sie wissen, dass man nur mit einem zentral gesteuerten Wahlkampf, den Wählerinnen und Wählern parteinahe  Botschaften vermitteln kann. Vorbilder finden sie in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien; explizit bei den Wahlkämpfen von Bill Clinton und Tony Blair (Hetterich, 2000).

Neue Praktiken sind hier zum Beispiel die Verwendung eines sog. „Intranets“, mit dessen Hilfe die Ortsvereine der Partei an die Zentrale angeschlossen werden, um Aktionen besser abstimmen zu können, neue personelle Rekrutierungsformen, daher die Anwerbung von professionellen Kommunikationsexperten, die gezielte Nutzung der Meinungsforschung und Performance als bewusstes und gezieltes Instrument, Wähler- innen und Wähler besser ansprechen zu können.

Diese wenigen Punkte reichen aus, um darzustellen, wie modern und effizient die Partei ihren Wahlkampf organisiert, und dies auch nach außen präsentiert. Ähnliche Strukturen sind auch von anderen Parteien bekannt, doch bleiben diese bei weitem hinter denen der…(Partei)… zurück (Vgl. Rinsum, 2000).

Abbildung 1: Die Kampa und ihre Partneragenturen

Quelle: M. Machnig: Die Kampa als SPD-Wahlkampfzentrale der Bundestagswahl ´98. Organisation, Kampagneformen und Erfolgsfaktoren, in: Neue Soziale Bewegung, Heft 3, September 1999, Westdeutscher Verlag, S. 20

Abbildung 2: Die Kommunikationsformen und Wahlkampfinstrumente

Quelle: M. Machnig: Die Kampa als SPD-Wahlkampfzentrale der Bundestagswahl ´98. Organisation, Kampagneformen und Erfolgsfaktoren, in: Neue Soziale Bewegung, Heft 3, September 1999, Westdeutscher Verlag, S. 20 – 39,

Quelle: n Anlehnung an Markstahler; http://www.werbepsychologie-online.de/html/spd-kampagne.html#1.2 (15.08.11)

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